Berlin, du bist so wunderbar! Eine Liebeserklärung

Berlin Toni Anja Mauerpark

Berlin, du bist so wunderbar! Eine Liebeserklärung

„Jetzt wohn ich in Berlin seit 18 Monaten
und ich muss sagen, ich bin echt angekommen!
Meine Kleidung unterstreicht meinen Charakter,
meine Brille ist nicht Vintage, verdammt die ist Retro!!!“

Gut, auch wenn dieser Song von Kraftklub etwas ironisch gemeint ist – die wollen nämlich nicht nach Berlin – musste ich ihn einfach als Aufhänger für diesen Blogbeitrag verwenden. Ich lebe jetzt nämlich tatsächlich seit 18 Monaten in der Hauptstadt und ich muss sagen, ich bin wirklich echt angekommen!

Was als seichtes Gefühl, das Großstadtleben einmal kennenzulernen, begann und über ein drängendes „Jetzt musst du’s aber auch echt mal ausprobieren“ hinauslief, entwickelte sich schließlich zu einem echten Heimatgefühl. So kitschig das auch klingen mag – ich fühle mich hier echt zu Hause.

 

Endlich mal angekommen

Das findest du vielleicht wenig spektakulär. Manche Menschen ändern ja schließlich öfter mal ihren Wohnort und sind mal hier, mal dort zu Hause.
Das gilt auch mehr oder weniger für mich. Zwar hatte sich meine bisherige Umzugshistorie stets rund um meine Harzer Heimat gedreht, aber Wohnortwechsel ist Wohnortwechsel, gell? Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, so wirklich angekommen zu sein.

Ich hatte immer das Gefühl, dass ich noch irgendwo anders hinmuss. Dass noch irgendwas fehlt, dass ich eben noch nicht zu Hause bin und mein Leben einfach mal so hinnehmen könnte wie es ist. Die Aufbruchsstimmung kam immer wieder durch. Spätestens alle drei Jahre wurde sie so drängend, dass ich etwas ändern musste.

Sicherlich hat das nicht nur etwas mit dem Wohnort zu tun, sondern mit der Lebenssituation allgemein. Und diese scheint sich für mich nun endlich stabilisiert zu haben.
Wenn ich mir heute die Frage stelle, was ich mir für meine Zukunft vorstelle, dann lautet die Antwort nicht mehr „Ich bin irgendwo anders und mache irgendwas anderes“, sondern sie lautet

„Ich bin hier in Berlin und tue das, was ich jetzt tue.“

 

 

Meine Berlin Top 5

  1. Lippenstiftmuseum

    Ja, es gibt tatsächlich ein Lippenstiftmuseum in Berlin, ins Leben gerufen von Star-Visagist René Koch. Was ich aber eigentlich damit sagen will ist, dass es in Berlin alles gibt. Egal, wozu du Bock hast, es ist alles da. In der Mercedes-Benz-Arena finden die größten Mega-Konzerte von Justin Bieber und Co. statt. Hast du Bock auf Paleo-Vegan-Fruktosefreies Essen, findest du garantiert das richtige Restaurant. Und natürlich Deutschlands Klassiker überhaupt vom Brandenburger Tor bis zu den Plattenbauten in Marzahn.

  2. Hipster

    Okay, das Thema Hipster ist inzwischen ausgelutscht. Nichtsdestotrotz gibt es sie natürlich in Berlin wie nirgendwo sonst. Die Menschen sind hier anders. Sie kleiden sich anders und benehmen sich anders. Irgendwie bunter, ausgefallener, spezieller, weltoffener. Das ist mir das erste Mal so richtig aufgefallen, als ich in Hamburg zu Besuch war. Dort wirken die Leute nämlich um einiges bodenständiger.

  3. Start Ups

    Berlin ist DIE deutsche Stadt der Start Ups. Nirgendwo anders werden so viele neue junge Unternehmen aus dem Boden gestampft, Coworkingspaces eröffnet und Businessideen geschmiedet. Dieses Flair liegt über der Stadt wie ein einzigartiger Schleier. Und so habe ich hier stets das Gefühl, zu allem fähig sein zu können.

  4. Die BVG

    Ohne Mist jetzt, ich finde die Berliner Verkehrsbetriebe großartig. Wo sonst kannst du das fancy U-Bahn-Sitzbezugdesign als Leggins tragen? Die BVG hat wirklich Humor! Gut, dass muss sie auch, bei den vielen Verspätungen und Personenschäden… (wobei das eigentlich mehr die S-Bahnen betrifft, die von der DB betrieben werden). Nein, ich mag es tatsächlich gerne, morgens mit Kaffee und Buch in die Öffis zu steigen und zum Sonnenaufgang am Tempelhofer Feld entlangzufahren.

  5. Oberschöneweide

    Gut, das ist jetzt ein Scherz. Niemand will nach Oberschöneweide. Nach Friedrichshain wollen hingegen alle, zum Abhängen in veganen Schnellimbissen, Tattoostudios oder in der Trailerparkbar. Oder vielleicht nach Charlottenburg, um dekadent am Ku’damm entlangzuflanieren. Was ich damit sagen will: Berlin ist unglaublich vielfältig. Und hast du Bock auf Natur, fährst du halt in den Grunewald.

 

Lust auf Berlin? Das sind die Blogs

Berlin Blogs gibt es viele und so den kompletten Durchblick habe ich auch noch nicht. Tipps sind also willkommen (rein in die Kommentare damit), aber zunächst einmal sind hier meine:

  • BerlinIckLiebeDir: Restauranttipps und Events für Berlinliebhaber von Mareike und Judith
  • notesofberlin: kuriose Notizen, die in und um Berlin aushängen
  • This is Jayne Wayne: Berliner Fashion Blog mit fast täglichen Posts
  • iheartberlin: ehrlicher und detailverliebter Blog über sämtliche Berliner Facetten

Berlin Dom inspirisiert.

 

 

Berlin-Neuling, Berlin-Bewohner oder vollkommen uninteressiert? Wie geht es dir mit der Hauptstadt? Und wie findest du es, dass du dich nun an regelmäßige Berlin-Posts auf diesem Blog gewöhnen musst? 😉 Schreib’s mir in die Kommentare.

 

 

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestEmail this to someone
Teile den Beitrag, wenn er dir gefällt
  • avatar image
    Toc6
    Februar 11th, 2017 at 10:52 am

    Vielleicht bist Du gar nicht so sehr in Berlin angekommen sondern eher bei Dir selbst? Das wäre ja auch gar nicht so schlimm. 😉

    Ich bin ja letzten Spätsommer aufs Land gezogen. Es macht gar nicht so viel Unterschied zur großen Kleinstadt Tübingen. Die ist ja auch nur dann Stadt, wenn man mittendrin in der engen Altstadt wohnt. Dafür hab ich jetzt hinter meinem Bildschirm die Weite und die Pferde. Und man kann da auch heineinspazieren, in diese Weite, die muss nicht hinter dem Bildschirm bleiben. Kurzum: Ziemlich geil.

    Und das Ankommen? Das hat doch eher mit meinem Inneren zu tun.

    Reply

Leave a comment