Berlin Fashion Week 2017 – Fashion 4 Charity

Berlin Fashion Week 2017 – Fashion 4 Charity

Leute, es ist Januar und für die Hauptstadt heißt das Berlin Fashion Week Zeit! Nun bin ich weder Fashionblogger, noch habe ich ein äußerst bewundernswertes Gefühl für Stil und Mode. Ich kaufe mir selten neue Klamotten und trag halt doch am liebsten das, was bequem ist.

Mit einer Modelfigur kann ich leider auch nicht punkten. Wobei „Modelfigur“ ja heute nicht mehr nur Size Zero bedeutet, sondern auch Plus Size. Curvy Models wie Ashley Graham sind ja seit Längerem voll im Kommen (du siehst, ich kenne mich aus 😉 ). Ich bin jedoch weder Size Zero noch Plus Size, geschweige denn habe ich die richtige Körpergröße, weswegen mir die Welt auf dem Catwalk bisher immer verwehrt blieb.

Aber glücklicherweise kann ja eben nicht jeder denselben Job machen, weswegen uns Normalgebauten immerhin noch der Weg an den Catwalkrand bleibt. Als Journalist, Blogger, Influencer oder irgendwie Promi bekommst du Einladungen zur Berlin Fashion Week quasi hinterhergeworfen. Und ich muss zugeben, dass ich jedes Jahr wieder regelmäßig auf einschlägigen Klatschportalen schaue, wer da so sitzt, in der Front Row. Die Fashion hingegen auf dem Catwalk selbst – whatever.

 

Berlin Fashion Week inspirisiert Gingerella Gini Red Carpet

 

Berlin Fashion Week 4 Charity

Nun gut, das sollte sich dieses Jahr ändern. In meinem zweiten Jahr in der Hauptstadt, besuche ich nun selbst die Berlin Fashion Week. Eine sehr fashionversierte Freundin hat da praktischerweise Connections (Instagram @gingerella_Gini) und mich dankenswerterweise gefragt. Wir haben uns einen Platz bei der Fashion4Charity im FELIX ClubRestaurant gesichert.

 

Die Location: Felix Club am Brandenburger Tor

Die Location ist zwar eher klein, aber sehr stilvoll. Wenn man bedenkt, dass sich der Club direkt neben dem Adlon befindet, kein Wunder. So denn war auch der Catwalk nicht sonderlich lang, unzählige Sitzplätze gab es auch nicht. Dafür war für jeden beste Sicht garantiert, egal wo man letztendlich saß.

Am Eingang traf man dann sogleich auch auf einen Red Carpet mit Fotowand, der selbstredend zum hemmungslosen Posieren gedacht war. Ich habe mich zugegebenermaßen etwas strange dabei gefühlt, aber egal, jeder fängt mal klein an. Zur Begrüßung gab es dann ganz stilecht natürlich ein Glas Sekt.

 

Die Show: von B wie Brautmode bis T wie Trachten

Unser auserwähltes Berlin Fashion Week Event war kein reiner Catwalk. Zwischen den Fashion Shows von Designern (die ich nicht kannte) gab es immer wieder Musik- und Tanzeinlagen von Künstlern (die ich nicht kannte). Ich fand das durchaus recht unterhaltsam, wenn auch nicht alles unbedingt meinem Geschmack entsprach. Es gab zum Beispiel ein Michael Jackson Double und ein Saxophonist aus dem Orchester von Udo Lindenberg, der einen Walk begleitete…

Als Designer waren u.a. Weerasak Karnchuang mit Abendmode, Lafanta mit Brautmode und Trachtenwahnsinn mit (surprise) Trachtenmode am Start. Sagt dir nix? Macht nichts, es war schließlich eine Charity Fashion Show, bei der nicht unbedingt die bekanntesten Designer und auch nicht unbedingt nur professionelle Models liefen. Die Models waren gut gemischt, von Professionell bis Amateur waren auch Curvy, Male und Transgender dabei. Ein paar Models stachen wirklich heraus und haben Eindruck hinterlassen, darunter z.B. bei der Show von madlchen, die ihre Schuhkollektion wie ein Dessert präsentierten.

 

 

Erst Denken – dann Kaufen! Ein Fair Fashion Statement

Besonders aufgefallen ist eine Protestaktion, bei der bemalte und beschilderte Models auf die Produktionsverhältnisse der Fashion-Industrie aufmerksam machen sollten. Was tragen wir da eigentlich an unserem Körper? Wen bezahlen wir, wenn wir Billig-Mode kaufen? Regte auf jeden Fall zum Nachdenken an und ist auch absolut richtig. Dürfen wir heutzutage noch einfach so die Augen verschließen und für 1 Euro bei Primark und Co. einkaufen? Sollten wir nicht lieber bewusst auswählen, was wir da eigentlich am Körper tragen? Fashion sowie die Arbeit dahinter schätzen lernen und sie auch mit entsprechendem Geldwert würdigen?

Nachhaltigkeit, Green- und Fair Fashion sind generell auf der Berlin Fashion Week 2017 ein Thema, und für mich persönlich inzwischen auch eines, das mir am Herzen liegt. So gab es z.B. einen ganzen Green Showroom mit qualitativer und nachhaltiger Fashion. Generell kann man bei vielen kleinen Designern, die vollkommen handgemacht arbeiten, nur einen Daumen hoch vergeben. So auch Lafanta aus Berlin, die Brautmode nach Wunsch maßfertigt. Da stammt nichts aus Bangladescher Kinderfabriken, so viel ist sicher (danke Gini, für die Hinweise).

Nichtsdestotrotz ist wie immer nicht alles Gold was glänzt und auch die Fashion-Welt, zu deren festem Bestandteil Blogger mittlerweile gehören, verändert sich ständig. Und das nicht unbedingt nur zum Positiven, wie Maddie von dariadaria in ihrem Blogpost feststellt.

 

Me auf der Fashion Week Berlin – eine neue Liebe?

Okay, ich gebe zu – ich fand es schon recht beeindruckend. Meine erste Fashion Show überhaupt (ich bin ein Kleinstadtkind, du weißt ja) war zwar recht klein und übersichtlich, aber dennoch hatte ich das Gefühl in einer völlig fremden Welt unterwegs zu sein. Klar – neben Glanz und Glamour spielte auch ein gewisses Maß an Kuriosität mit, war ja schließlich keine Dior-Show.

Was mich an dem ganzen Event am meisten faszinierte, waren tatsächlich nicht die Gäste in der Front Row, sondern die Fashion selbst. So nah am Catwalk zu sitzen und diese filigran designten Kleidungsstücke von Nahem in allen Details zu beobachten. Nicht zuletzt spielen natürlich auch die Models eine Rolle, die das schönste Perlenverzierte Brautkleid erst zur Geltung bringen und somit eine kunstvolle Symbiose mit ihm eingehen.

Hach. 😉

 

Berlin Fashion Week Red Carpet Shoes

 

In diesem Sinne, hinterlass mir gerne einen Kommentar, wenn du wie ich zu den dilettantischen Fashion-Week-Anfängern gehörst. Oder kennst du die Berlin Fashion Week inzwischen besser als deine überaus modische Westentasche? Dann freue ich mich über deine fachkundige Meinung.

 

All Pictures © Thorsten Falkner

 

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