Karma is a bitch, Baby! Oder doch nicht?

Karma inspirisiert. Fritz Deutschpoeten

Karma is a bitch, Baby! Oder doch nicht?

Karma is a bitch.

Auch wenn ich momentan in meiner Berlin-Blase lebe und ziemlich wenig über die Welt da draußen mitbekomme, blieb mir dieser Ausspruch nicht verwehrt.

 

Ja, ich bin auch über DIE Trennung des Jahres gestolpert. #Brangelina sind kein Paar mehr! Einfach so aus, Schluss und vorbei. Während die eine Fraktion doch zumindest ein bisschen betroffen ist und sehr Betroffene das Konzept von wahrer Liebe sogar anzweifeln, gibt es die zweite Fraktion. Die Karma is a bitch-Fraktion. Das sind die Pro-Jennifer-Anistons.

(Für die Unwissenden: Brad Pitt hatte sich damals für Angelina Jolie von Jen getrennt. Eine fiese Ausspannerin, die Jolie…).

Alles, was du in die Welt aussendest, kommt irgendwann zu dir zurück. Spannst du einer Frau den Mann aus, rächt sich das früher oder später.

 

That’s Karma Baby!!! …Oder?

Müssen wir also penibel auf jede Kleinigkeit achten, die wir tun? Sollten wir jede unserer Entscheidung 10x durchdenken und darauf achten, dass wir bloß nichts machen, was andere verletzen könnte?

Nun, die Antwort ist ein eindeutiges Jein (Danke Fettes Brot!). Alles, was du in die Welt aussendest, kommt auch zu dir zurück. Möchte ich an dieser Stelle noch mal betonen! Das Universum reagiert darauf. Das Gute ist, dass du dir dadurch dein Leben selbstbestimmt aufbauen kannst. Denkst du positiv und bist dankbar für das, was du hast, kommt genau das auch zu dir zurück. Du erlebst dann immer mehr Situationen, für die du noch mehr Dankbarkeit empfinden kannst.

Umgekehrt kommen aber auch negative Schwingungen zu dir zurück. Wenn du ständig mit einer Sache beschäftigt bist, die du nicht willst, dann wird dir gerade das auch passieren. Oder noch schlimmer: Du tust diese Sache selbst, obwohl du sie ablehnst.

Prominentes Beispiel dafür ist die Eifersucht. Du kritisierst deinen Partner ständig, weil du weißt, dass er andere Frauen interessant findet. Vielleicht betrügt er dich sogar? Würde er dich wirklich lieben, wäre das doch absolut kein Thema. Du selbst kämest natürlich niemals in diese Situation! Das passiert dir einfach nicht. Ausgeschlossen! Man betrügt seinen Partner nicht, vorher macht man doch lieber Schluss. Nunja, was passiert in solchen Fällen? Tatsächlich bist du es dann doch selbst, die in so eine Situation gerät. Natürlich hast du das nicht geplant, es passiert einfach. Du bist letztendlich diejenige, die ihren Partner betrügt, obwohl du die Sache vehement abgelehnt hast (*hust*schuldig*hust*).

 

Also tatsächlich – Karma is a bitch?

Klar, und was für eine Bitch. Aber soll ich dir was sagen? Ich mag Bitches. 😉

(Aaah, da muss ich dir gleich mal diesen gelungenen Artikel zum Thema dazwischenwerfen.)

Du lernst unglaublich viel aus deinen Karma-Handlungen, die du vielleicht am liebsten aus deinem Leben wischen möchtest. Ich habe bis heute sehr viel aus meinem Verhalten gelernt. Die wichtigste Lektion, die ich erst jetzt beginne so richtig zu verstehen:

 

Liebe ist bedingungslos.

 

Klar klingt das irgendwie nicht so richtig machbar und sicher ist es nicht immer einfach, die Balance in einer Beziehung zwischen Eifersucht und Gleichgültigkeit zu halten. Aber es funktioniert zu einem gewissen Grad. Machst du Liebe abhängig von irgendwelchen Bedingungen, à la Wenn-du-mich-liebst-schwörst-du-mir-ewige-Treue, ist das unglaublich anstrengend. Es fühlt sich so viel einfacher an, einfach loszulassen und den anderen so zu akzeptieren, wie er ist.

 

Es kommt nicht auf Handlungen oder äußere Umstände an. Wenn du einem Menschen in die Augen schaust und fühlst, dass es richtig ist, dann ist das auch so. Ganz egal ob dieser Mensch gerade in einer Beziehung ist oder am anderen Ende der Welt lebt oder 20 Jahre älter ist. Was du fühlst, das fühlst du.

Und wenn du demselben Menschen nach zehn Jahren Beziehung in die Augen schaust und fühlst, dass es falsch ist, dann ist das auch so. Und das ist okay! Wir Menschen ändern uns ständig und driften möglicherweise irgendwann auseinander. Dann ist es an der Zeit loszulassen und einen neuen Weg zu gehen. Egal, ob ihr sechs Kinder miteinander habt oder eine gemeinsame Firma betreibt. Du bist nicht auf dieser Welt, um dich den äußeren Umständen zu fügen. Du bist auf dieser Welt, um glücklich zu sein.

 

Was denkst du? Ist das eine eher pessimistische Sicht auf die Liebe? Ist es stattdessen schöner an die wahre Liebe zu glauben, die niemals endet? Möglicherweise gibt es sie. Aber möglicherweise ist nicht jeder von uns dafür gemacht, sie in diesem Leben zu entdecken. Ich finde das nicht schlimm, im Gegenteil. Also gönnen wir #Brangelina ihre Trennung und gestehen Ihnen ihr Glück zu, dass sie sicherlich in Zukunft finden werden. (Und Jen darf jetzt auch mal gehässig sein. Aber lieber nicht zu viel, denn Karma is a bitch, Baby!)

 

XOXO

 

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    Toc6
    Oktober 2nd, 2016 at 11:42 pm

    Liebe ist nicht bedingungslos. Das ist eine Utopie. Es gibt mindestens eine Bedingung für die Liebe in einer Paarbeziehung: Dass der andere einen auch liebt. Und, wie glaube ich Malte Welding mal schrieb: „Liebe braucht die Illusion von Dauer.“

    Zwei kleine Bedingungen. Schon ziemlich viel tough shit, für eine Generation, die sich ja nicht mal zum Döneressen verabreden kann, weil auf dem Weg dorthin über Whatsapp noch irgend eine bessere Option reinkommen könnte, vielleicht doch Gyros mit der Schnalle von gestern, die gerade ne Option auf nen Cocktail mit dem Affenarsch von vorgestern aufzutun hofft? Nur nicht festlegen, man könnte was verpassen. Und verpasst darüber wohl auch gerne mal alles, denn, schon wieder so ein Ding: Liebe ist was Verbindliches, sie kennt kein jein und kein vielleicht.

    Und Karma? Es ist alles nur in deinem Kopf. Was in so einem Kopf ist, das ist durchaus ein Wunder. Und wer tendenziell scheiße zu einem Partner ist, der ist es zum nächsten halt auch, und wenn der nächste Partner nicht darauf steht, scheiße behandelt zu werden, dann ist das nicht Karma sondern einfach logisch, dass früher oder später Ende ist.

    Aber so Karma, ich weiß nicht… heute habe ich erfahren, dass einer der herzensbesten Menschen, die ich kenne, in einen schweren Unfall verwickelt war. Man weiß noch nicht, wie es für ihn ausgehen wird. Soll ich jetzt hingehen, durch die Scheibe der Intensivstation kucken und denken: „Mein lieber Scholli, möchte nicht wissen, was du angestellt hast, dass dir das passiert ist!“ … boar, bei dem Gedanken wird mir wirklich körperlich schlecht.

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