Sea Life Berlin oder Fische (und Möwen) sind Freunde

Sea Life Berlin inspirisiert Cover

Sea Life Berlin oder Fische (und Möwen) sind Freunde

Was macht man an einem kalten Sonntag in Berlin, wenn man keine Lust hat, den ganzen Tag zuhause im Bett zu netflixen? Richtig, man lernt seine Stadt kennen und geht zum Beispiel – ins Sea Life Berlin.

Du hältst das für wenig spektakulär? Okay, sei dir verziehen. Ich wiederum hielt das Ganze für eine recht passable Idee, die sich genau genommen aus drei Gründen zusammensetzte:

  1. Ich bekam einen Gutschein für das Sea Life Berlin geschenkt und verschenkte vor Kurzem ähnlichen Gutschein an meine Mitbewohnerin zum Geburtstag.
  2. Im Alter zwischen 18 und 22 war ich sozusagen ein Zoo-Suchti und habe meine Zeit unglaublich gerne in Tierparks verbracht.
  3. Ich liebe Kraken. Ja, wirklich, ich finde, das sind äußerst faszinierende Lebewesen. Ich besitze sogar eine Kraken-Pinnwand auf Pinterest. Ia! Ia! Cthulhu fhtagn – naja, du weißt schon.

 

Sea Life Berlin und AquaDom

Falls du mit Tieren allgemein nicht so viel am Hut hast und mit der Unterwasserflora speziell noch weniger, dann kurz zur Info: Das Sea Life ist eine Art Zoo für Meeres- und Flussbewohner.

Speziell das Sea Life Berlin ist nach Themenwelten angeordnet wie Spree (Überraschung), Wannsee (Surprise), aber natürlich auch Nordsee und Mittelmeer. Dazu gibt es nur in der Hauptstadt den AquaDom, ein 16 Meter hohes Aquarium, dessen Innenleben man sich durch eine Fahrstuhlfahrt ganz gemächlich anschauen kann.

Wiederum speziell für’s Sea Life Berlin: Gleich nebenan gibt es einen Ableger der allseits bekannten Restaurantkette Nordsee, bei dem du gleich nach deinem Besuch all die hübschen Fische, die du im Sea Life gesehen hast, verspeisen kannst. Marketing können sie, die Berliner!

 

Vier Lektionen, die ich im Sea Life Berlin gelernt habe

 

 

Lektion 1: Übertreib es nicht mit der Vorfreude

Ich wollte den Oktopus sehen. Natürlich wollte ich den Oktopus sehen, der sich laut Sea Life Berlin Plan im Aquarium Acht verbirgt. Verbergen ist denn auch gleich das Stichwort, hat sich das Objekt meiner Begierde augenscheinlich komplett verkrochen. Weder ich noch meine ebenso verzweifelt suchende Mitbewohnerin konnten ihn ausfindig machen. Es war zum Heulen und lehrt mich mal wieder, mich nicht zu sehr auf eine Sache zu versteifen.

 

Lektion 2: Unterwasser kannst du wunderbar meditieren

Schummriges Licht, plätscherndes Wasser, Unterwasserambiente… das Sea Life Berlin ist schon sehr atmosphärisch eingerichtet. Dazu bietet es einige nette Sitzgelegenheiten. Am Rochenbecken zum Beispiel, wo man sich theoretisch stundenlang das Entlangpulsieren der Rochenmünder an den Glasscheiben anschauen kann. Ich fand meine steinerne Sitzgelegenheit mit Rochenblick wirklich sehr einladend, aber es kamen dann doch einfach zu viele Menschen für geruhsames Meditieren vorbei.

 

Lektion 3: Magst du gerne Thunfisch? Dann iss doch die Makrele!

Das Sea Life engagiert sich sehr für den Umweltschutz und zeigt dir unterem anderem, wie du deinen Alltag nachhaltiger gestalten kannst. Thunfisch ist mittlerweile teilweise durch Überfischung gefährdert, weswegen wir wohl lieber zur Makrele greifen sollten. Nungut, das erinnerte mich etwas an die lustigen IKEA-Aufforderungen (Dir gefällt die gelbe Tüte? Dann nimm doch die blaue!), aber der Sinn ist kaum zu bestreiten. Wie gut trotzdem, dass ich keine Tiere esse.

 

Lektion 4: Was du tust, hinterlässt Spuren im Universum

Oder in der Matrix, je nachdem, welches Konzept dir besser gefällt. Nachdem meine Mitbewohnerin und ich vom Sea Life im bittersten Berliner Winterwetter zurück zum Alexanderplatz spaziert sind, haben wir dieser Schar Vögel, die sich dort tummelte, erstmal keine Beachtung geschenkt. Tauben halt. Tauben haben allerdings kein strahlend weißes Gefieder und kreischen auch nicht wie… Möwen! Das war das erste Mal, dass ich Möwen in Berlin gesehen hatte und dann auch noch am Alex, der ja nicht gerade durch seinen Wasserreichtum bekannt ist…

 

Sea Life Berlin: Kann man liken, kann man lassen?

Beides. Man ist recht schnell durch und zur Meditation eignet es sich aufgrund der vielen Kinderscharen letztlich auch nur bedingt.

Was man aber nicht vergessen sollte und ich aufgrund meines Faibles für Nachhaltigkeit sehr befürworte, ist das Engagement der Organisation. Speziell das Sea Life Berlin kümmert sich um die Rettung von Seehunden, um die Seepferdchen-Aufzucht oder um die Umsiedlung von Meeresschildkröten. Somit ist das Sea Life Aquarium nicht zuletzt ein großer Spendentopf, in dem du alle zwei Meter etwas Gutes tun kannst und natürlich auch explizit sollst. Davon zeugen die zahlreichen Spendendosen und Münzkreiseldinger, die wirklich an jeder einzelnen Themenstation aufgebaut waren. Ob das nun aufdringlich wirkt, oder aber seinen Zweck erfüllt, sei mal dahingestellt.

 

Sea Life Berlin Outfit Fashion

 

Meinungen? Oktopus-Sichtungen? Möwen-Scharen im Bayerischen Wald? Ich bin für alle Anregungen, Fragen und Umweltschutzideen offen. Schreib mir gerne was dazu in die Kommentare oder erzähl mir von deinem eigenen Faible für Zoo-Besuche.

 

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