Spaß mit Horrorclowns – Horrornächte in Babelsberg

Horrornächte Babelsberg inspirisiert

Spaß mit Horrorclowns – Horrornächte in Babelsberg

Am 31.10. ist Halloween und selbstverständlich ist dieser Horrornächte-Hype aus Amerika inzwischen auch zu uns rübergeschwappt.

Nun, ich mach da natürlich nicht mit. Man muss ja schließlich nicht jedem Trend folgen. Seh ich ja gar nicht ein… ich habe Halloween einfach schon mal vorverlegt und am 29.10. schon gefeiert. 😛

Wie auch letztes Jahr hat es mich und drei andere Freunde des Horrors in den Filmpark Babelsberg verschlagen, der zu dieser Zeit immer seine Horrornächte veranstaltet.

 

Horrornächte: zwischen Jigsaw und Zombie-Harley

Kurz das Konzept:

So märchenhaft idyllische Welten wie Panama und fröhliche Kinderspielplätze mit Karussells werden in Horrorsets verwandelt. Man läuft durch die dunklen Straßen voller Nebel, Feuertonnen und creepy Geräuschen und sieht auch ab und zu mal gar nichts. Das ist dann das Stichwort für alle Freunde der Nacht, wird man dann doch gerne mit der Kettensäge vom Typen aus Texas Chainsaw Massacre verfolgt, hört plötzlich Jigsaw auf seinem Dreirad hinter sich herquietschen oder erregt die Aufmerksamkeit des netten Hasen aus Donnie Darko. Alle Lieblings-Horrorfilm-Figuren sind als dabei, dazu zombifizierte Versionen von Harley Quinn und Co.

Dazu gibt’s dann noch ein paar Horrorwelten in bestimmten Settings, wo du (ein bisschen) anstehen musst. Kommst du an die Reihe, ist das wie eine Geisterbahn für große Kinder (ab 16). Auch hier sieht man teilweise gar nichts, hat keinen Plan wo’s überhaupt langgeht und wird dann dementsprechend von Monsterzeugs erschreckt. Schön ist auch immer wieder die Psychoanstalt, wo du dir deinen Weg durch die Silent-Hill-Krankenschwestern und von der Decke baumelnden Fleischsäcken bahnen musst.

 

Die Freude am Gemetzel

Hach, herjeh, wie war das schön! Auch obwohl ich die Horrornächte schon vom letzten Jahr kannte, fand ich es doch wieder ziemlich cool. Der Schockfaktor war da, wenn auch nicht mehr ganz so hoch. Und man kann sich verdammt nochmal freuen! Über die anderen, die lauthals kreischen, weil sie den Zombiebunny in der Ecke nicht bemerken oder über die Kinderröhrenrutsche, die ich natürlich ausprobiert habe (öhöm, das ist ja schließlich ein Filmpark für Kinder oder?!)

 

 

Bei all dem Spaß, den ich mit so Horrorzeugs habe – nicht nur bei den Horrornächten in Babelsberg, sondern eben auch mit solchen Filmen – stelle ich mir doch manchmal die Frage, warum eigentlich. Ich meine, was ist so toll daran zu sehen, wenn Menschen zerstückelt, angefressen oder zu Brei gehauen werden? Das ist doch eigentlich total krank.

Ist es vielleicht diese Mischung aus Adrenalinkick, Angst und die Gewissheit im Hintergrund, dass uns selbst nichts passiert? Die Lust an Folter und Schmerz kann es wohl kaum sein, schließlich sind die wenigsten Horrorfans in irgendeiner Form Sadisten. Also davon gehe ich jetzt jedenfalls mal aus (hier ein netter Artikel zum Thema aus der Zeit).

 

Horror vs. Real-Life

Ich war tatsächlich bis Anfang 20 ein ziemlicher Angsthase, was diese deftigen Gewaltausbrüche betrifft, bis ich irgendwann mal ganz tapfer Machete* geschaut und die herunterbaumelnden Gedärme eigentlich ganz vertretbar fand. Seitdem wollte ich mehr und bin inzwischen bekennender Dead Snow* Fan, habe für Sky Sharks gecrowdfundet (Leute!!! Michaela Schaffrath als Nazi-Zombie!!!) und binge-watche American Horror Story und The Walking Dead. Wobei auch ich meine Schmerzgrenze habe. Wenn ein geliebter Seriencharakter auf brutalste Weise hingerichtet wird, weine auch ich heimlich in mein Kissen. Und ein SAW IV-VII Marathon nonstop glich zum Ende hin auch eher eine Tortur.

Aber – und da wird mir jeder Horror-Junkie zustimmen – wir nehmen Angst und Ekel nicht mit ins reale Leben, geschweige denn ins Bett. Film ist Film und Leben bleibt Leben.

Anders allerdings bei diesen Horrorclowns… Hier vermischen ein paar Freaks Leben mit Film. Und dann springt unser Schutzinstinkt an und wir wehren uns. Also nicht gerade die beste Idee, sich als Horrorclown zu verkleiden und in freier Wildbahn Leute zu erschrecken. Es sei denn man heißt Spanky und wohnt zu den Horrornächten in Babelsberg.

 


Nun denn: Hab ein fröhliches Gruseln ohne Horrorclowns! 🙂

XOXO

 

 

 

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestEmail this to someone
Teile den Beitrag, wenn er dir gefällt
  • avatar image
    Fridani
    November 22nd, 2016 at 10:29 am

    Ich war dieses Jahr auch dort zu den Horrornächten in Babelsberg. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass dort besonders viele Horrorclowns umherliefen, die genauso aussahen wie auf den Bildern der Presse. Außerdem gab es genau die gleichen Waffen. Im Horrorlabyrinth ist mir zwei mal ein solcher Clown mit einer Axt begegnet, wobei ich dann kurz überlegt habe ob es jetzt besser währe wenn ich jetzt schreiend davonrenne.

    Reply

Leave a comment